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Das war der Deutsche Entwicklungstag 2013 in Potsdam

Am ersten Deutschen Entwicklungstag 2013 luden 50 Brandenburger Akteure von 10 bis 18 Uhr auf den Vorplatz des Brandenburger Tors in Potsdam ein. Sie machten auf der Bühne, an einer Aktionswand, an Ständen, in einem Medienzelt und in einer Kirgisischen Jurte das breite Spektrum des Engagements in Brandenburg für eine zukunftsfähige und gerechte Welt erlebbar und waren auf eine grosse Besucherzahl vorbereitet, die leider aufgrund des Regenwetters  gering ausfiel.

An den Ständen luden u.a. Ausstellungen, Experimente, Recyclingarbeiten, Rätsel und Geschichten Besucher aller Altersgruppen ein, sich mit entwicklungspolitischen Themen zu beschäftigen.
Mit dabei waren Stände von 31 überwiegend sehr kleinen zivilgesellschaftlichen Organisationen und Initiativen mit einer großen Vielfalt des Engagements im In- und Ausland, unter anderem in der Bildung, im Fairen Handel, in kommunalen und anderen Partnerschaften und der Landespolitik. Der Verein WeltTrends stellte seine anlässlich des Entwicklungstages erstellte Publikation „Globale Klimapolitik und kommunale Initiative“ vor, in der u.a. die Klimapartnerschaft Potsdams mit Sansibar Town und die Initiative Städtepartnerschaft zwischen diesen Städten zu Wort kommen. Unter den zivilgesellschaftlichen Organisationen waren 4 Migrantenselbstorganisationen oder Organisationen, die auf der Initiative von Migrantinnen und Migranten beruhen. 7 Initiativen von Schulen haben sich teils mit eigenen Ständen zu Schulpartnerschaften, Schülerfirmen und Fair-Trade-Shops beteiligt, teils mit ihren Partnern zivilgesellschaftlicher Organisationen oder Landes-Förderern. In einem Landeszelt präsentierten 2 Ministerien Förderprogramme zusammen mit ihren jeweiligen zivilgesellschaftlichen Partnern und geförderten Projekten. Die Botschaft der Republik Madagaskar stellte Land sowie partnerschaftliche Entwicklungsprojekte vor. Im Wirtschaftszelt präsentierten die IHKen Brandenburgs zusammen mit dem EZ-Scout und 4 Unternehmen beispielhafte Wirtschaftsansätze. Ein weiteres Unternehmen verköstigte Besucher und Akteure mit bio- und regionalen Speisen. Und auch die Veranstalter waren jeweils mit einem Stand vertreten.

Besucher wurden mit einer Rallye zu den unterschiedlichen Ständen geführt. Die Rallye endete mit einer Tombola. Deren Fee war Schauspielerin und Filmproduzentin Mo Asumang – Botschafterin des Entwicklungstages in Potsdam.

Brandenburgs Wirtschafts- und Europaminister Ralf Christoffers würdigte das Engagement der Akteure bei einem Rundgang.

Auf der Bühne wechselten sich künstlerische Beiträge mit Bezug zur Bildung für nachhaltigen Entwicklung mit Gesprächsrunden zu 5 Themenblöcken ab. Sie zeigten die gemeinsame aber geteilte Verantwortung sowie das zivilgesellschaftliche Engagement in allen Bereichen. Ein besonderer Schwerpunkt lag wie in allen beteiligten Kommunen anlässlich des 50. Jahrestages der Afrikanischen Union, auf Afrika.

Themenblöcke:

  • ·50 Jahre Afrikanische Union und Engagement afrikanischer Akteurinnen und Akteure:
    Afrika-Rat zur Afrikanischen Union; Diaspora; Botschaft der Republik Madagaskar
  • ·Landespolitische Ansätze Brandenburgs zur Zukunftsfähigkeit:
    Der Minister für Wirtschaft und Europaangelegenheiten Ralf Christoffers sprach mit Uwe Prüfer,  dem 2. Sprecher des entwicklungspolitischen Landesnetzwerkes VENROB e.V.  über Entwicklungspolitik in Brandenburg und die Ministerin für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg Anita Tack mit Vertreterinnen und Vertretern von Nichtregierungsorganisationen (NRO) über die Nachhaltigkeitspolitik des Landes.
  • ·Kommunale Nord-Süd Partnerschaften in Brandenburg:
    Brandenburger Kommunen in der „Einen Welt“ – Erfahrungsaustausch zwischen Brandenburger NRO mit Bürgermeister Schoknecht der Gemeinde Schorfheide; Klimapartnerschaft Potsdams mit Sansibar-Town – Diskussion mit Dr. Fritz Reusswig vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, Steffen Tervooren vom Bereich Umwelt und Natur der Landeshauptstadt, Cordine Lippert vom Bereich Klimaschutz der Landeshauptstadt und Uwe Prüfer von der Initiative Städtepartnerschaft.
  • ·Entwicklung und Beiträge aus Wirtschaft und Fairem Handel:
    In einer Q&A ging es mit Vertreterinnen und Vertretern der IHK-Potsdam, Carolin Welz (EZ-Scout) und vier Unternehmen um die Frage „Entwicklung und unternehmerischer Erfolg – wie kann das gemeinsam gehen?“; zuvor stellten Christina Katzer und Roald Matscheroth (Puerto Alegre e.V.) ihre Schlussfolgerungen von der „Tour de Fair“ 2012 durch Brandenburg vor und Vertreterinnen des Weltladens am Dom in Brandenburg an der Havel stellten mit dem Apfel-Mango Saft der Mosterei Ketzuer eine Station der Tour vor und ein Produkt, das fuer seine besondere Idee Fair & Regional zu kombinieren von der Stadt Brandenburg 2010 mit dem Umweltpreis ausgezeichnet wurde.
  • ·Zivilgesellschaftliche Organisationen & Entwicklungszusammenarbeit in Ländern des globalen Südens:
    Dr. Seta Velontrova (Vary lango e.V.), Lena Neuber (VAMOS JUNTOS e.V.) und Korbinian Biller (Alegro e.V. freiwilliges Engagegent weltweit) tauschten sich in einer Gespraechsrunde zu deren Motivation, dem Gewinn auf beiden Seiten und zu ihrer Einschaetzung aus, worauf es in der Entwicklungszusammenareit ankommt.

Bereits am 22. Mai 2013 hatte Oberbuergermeister Jann Jakobs im Stadthaus die RAA-Ausstellung „Hinter Sonne Strand und Meer – wie Menschen in Sansibar die Millenniumentwicklungsziele umsetzen“ eroeffnet, die dort bis zum 28. Juni 2013 haengt.

Der Entwicklungstag 2013 wurde in Potsdam im Projekthaus Potsdam Babelsberg mit dem Dokumentartheater „Asyl-Monologe“ und einer anschliessenden Diskussionsrunde mit Vertreterinnen von Women in Exile e.V. und vom Fluechtlingsrat Brandenburg e.V. abgeschlossen.

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Fotos von: Johanna Bergmann.